SABINE PEUCKERT

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Elisabeth Wesuls

zur Ausstellung Unterwegs in der Galerie Forum Amalienpark, Berlin 2003

Ich darf anlässlich dieser Ausstellung einige Worte für Sabine Peuckert sagen. Ich tue das als ihre alte Freundin, die über Jahre hinweg ihre Arbeit gesehen und verfolgt hat, mit wachsender Begeisterung.

Wenn es uns in den letzten zehn Jahren einmal gelungen ist, uns in ihren Atelier zu treffen, dann bin ich von dort immer erleichtert weggegangen. Bestürzt. Zugleich heiter und betroffen. Immer beschenkt. Angeregt, beschwingt, aber mit einer guten Erdschwere versehen.

Sabine Peuckert hat in den letzten Jahren immer wieder Bilder von bestechender Leichtigkeit gemalt. Einer Leichtigkeit, die vielleicht aus der großen Anstrengung des Ausbalancierens herrührt. Der man die Schwere nicht mehr abspürt, sondern nur noch die Spannung, das Geheimnis, die überlegene Balance. Es sind Bilder, die wie Rätsel wirken, Landschaften mit Symbolen. Bilder, die das Netzwerk der Details vor uns ausbreiten, die Lösung aber bleibt eine aufregende Ahnung.

Die ersten Arbeiten, die ich von Sabine Peuckert kennen gelernt habe, vor etwa 15 Jahren, waren übrigens anders. Da war eine große Schwere und Dunkles, das sie in die Bilder gemalt hatte. Jetzt in den neuen Arbeiten kommt auch grad etwas Festes Dunkles wieder. Diesmal aber nicht schwermütig oder traurig, sondern mit einer ganz neuen Kraft. Auch mit Druck und Energie. Da sind archaische Berge, die das ganze Blatt füllen. Oder der Zyklus Verdauung, der eine ganz neue Kraft ins Quadrat presst.

Diese Ausstellung komponiert die verschiedenen Aspekte und Themen ihrer Arbeit zu einer runden Bestandsaufnahme dessen, was ist: die schwebenden Bilderrätsel. Die machtvollen Berge, der Einschlag aus ihren kalligrafischen Studien, intensive Farben, klares Schwarz-Weiß.


Elisabeth Wesuls lebt als Autorin und Heilpraktikerin in Berlin
 

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